1. Zahnmetalle: Warum ein Problem?
 2. Liegt eine Zahnmetall-Belastung vor?
 3. Krankheiten und Metalle
 4. Was tun mit Zahnmetallen?
 
 

2. Liegt eine Zahnmetall-Belastung vor?

2.1 Teste auf Metall-Toxizität
2.2 Teste auf Metall-Sensibilisierung
2.3 Bioenergetische Hinweise auf Metall-Belastung
2.4 "Es ist nicht alles Gold was glänzt"


2.1 Teste auf chronisch unterschwellige Metall-Toxizität

Der DMPS-Urin-Belastungstest zeigt wieviel Quecksilber im Gewebe gebunden ist. DMPS ist nach Literaturangaben ein harmloses Mittel, das mit Metallen leicht Komplexe bildet, die dann über Niere und Darm ausgeschieden werden. Je mehr Quecksilber durch die DMPS-Injektion im Urin ausgeschieden wird, desto höher ist die Belastung, die im Gewebe vorliegt. Zur Durchführung des DMPS-Belastungstestes siehe www.dr-lechner.de - Rubrik: Publikationen --> Bücher --> "Störfelder im Trigeminusbereich":

Grenzen des DMPS-Tests sind:

  • Der DMPS-Belastungstest gibt lediglich eine Aussage über die Höhe der Quecksilberbelastung, also über eine mengengebundene Aussage.
  • Wie stark der Einzelne dieses Quecksilber als toxisch und belastend empfindet, sagt der DMPS-Belastungstest nicht aus.
  • Grundsätzlich können aber auch minimale Mengen von Quecksilber auf das Immunsystem im Sinne einer Sensibilisierung belastend wirken (siehe Kapitel 2.2)
  • Hinweis: Obwohl DMPS nach Literaturhinweisen an sich ein gut verträgliches Mittel zu sein scheint, kann die schlagartig mobiliserte Schwermetallmenge - insbesondere bei Amalgam - das Regulationssystem vorsensibilisierter Patienten sehr stark belasten. Es kann dann zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.


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2.2 Teste auf Metallsensibilisierung

2.2.1 Der Epikutantest

Die klassische Nachweisreaktion einer Überempfindlichkeit ist der Epikutantest: Das Testreagenz wird auf die Haut aufgebracht und das Ergebnis nach 72 Stunden abgelesen. Kritisch werden seine eingeschränkte Reproduzierbarkeit und die Subjektivität der Bewertung beurteilt. Ein eindeutig positiver Epikutantest erübrigt aber weitere Testmethoden.

  • Beim Epikutantest können durch den direkten Kontakt mit dem Allergen vorhandene Sensibilisierung verstärkt werden.
  • Dies ist der Grund für die Empfehlung, diesen Test nicht bei Symptomen von Unverträglichkeit von Zahnersatzmaterialien anzuwenden.

2.2.2 Der Lymphozytentransformations-Test (LTT)

Der LTT ist aus der immunologischen Grundlagenforschung seit langem bekannt und wird zur Abklärung von Arzneimittelallergien vom Gesetzgeber vor der Zulassung verpflichtend eingesetzt.

Beim LTT werden die aus dem Patientenblut isolierten Lymphozyten mit dem jeweiligen Metallsalz über mehrere Tage zugesetzt. Durch den Einbau isotopenmarkierter Nukleotide kann die Reaktion der Zellen auf das zugesetzte Metall erfaßt und quantitativ gemessen werden. Die Proben werden automatisch gemessen und statistisch bearbeitet. Die Objektivität ist in jeder Phase der Methode gewährleistet.

  • Da es sich um eine Labortechnik handelt, entfällt die Möglichkeit der Sensibilisierung - wie beim Epikutan-Test - durch den Test selbst.
  • Jedoch ist es auch mittels LTT nicht möglich, eine sich entwickelnde Typ-IV-Allergie nach der Versorgung mit Zahnersatzmaterial vorherzusagen.

Beispiel eines LTT-Tests mit hohem Sensibilisierungsindex auf Zahngold:



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2.3 Bioenergetische Hinweise auf Metall-Belastung

Der dritte mögliche Bereich der Verträglichkeitsteste sind die bioenergetischen Testverfahren. Zu diesen Testen ist deutlich zu sagen, dass diese

  • nur situationsbedingte und augenblicksgebundene Aussagen liefern können; eine Aussage über die Langzeitverträglichkeit - d.h. über die Reaktion des Immunsystems auf Dauerexposition mit dem untersuchten Material können diese Teste keine verlässliche Aussage geben.
     
  • Diese Teste können aber eine Aussage über die Verträglichkeit von im Mund befindlichen Materialien relativ gut treffen.
     
  • Diese Teste sind nur tauglich zur individuellen Entscheidungsfindung im interindividuellen Verhältnis zwischen Tester und Patient. Sie können augenblicklich nur als Ersatz für mangelnde andere Testverfahren gesehen werden, um eine anderweitig nicht zu klärende Situation soweit wie möglich in der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Es gibt verschiedenste Verfahren; einen Überblick finden Sie unter www.dr-lechner.de (Rubrik: Patienten-Info --> Bioenergetische Störfeldtest)



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2.4 Es ist nicht alles Gold was glänzt

Lechner weist bereits 1993 (erste Auflage) und 1998 (zweite Auflage) in dem Buch "Herd, Regulation und Information" (Buch-Bestellung unter www.dr-lechner.de (Rubrik: Publikationen) auf die immunmodulierende Wirkung von hochwertigen Goldlegierungen hin.

Die Empfindlichkeit (Suszeptibilitätstyp) wird vererbt. Der einer Goldsensibilisierung zugrunde liegende Pathomechanismus ist die Reaktion spezifischer Zellen mit körpereigenen Antigenen die durch Gold-Bindung in ihrer Antigenität verändert werden ("Neoantigene, Cryptische Peptide"/Sinigaglia 1994).
Der Reaktionsmodus von Gold zeichnet sich insofern aus, als das Metall mit Peptiden selbst reagieren und so die Bildung Gold-spezifischer T-Zellen induzieren kann. Auch für Chrom, Silber, Palladium, Platin oder Chrom (Hultman, 1994; Griem 1996) liegen Ergebnisse vor, nach denen die Sensibilisierung nach Metallexposition genetisch über einen Zelloberflächen-Komplex kontrolliert ist.

Die erbliche Komponente der Metall-Empfindlichkeit zeigt Stejskal in einer LTT-MELISA-Testung bei 46jährigen weiblichen eineiigen Zwillingen. Eine hat Goldfüllungen im Mund, die andere nicht.

Dieses Diagramm zeigt, dass

  • bei beiden Zwillingen identische vererbte Sensibilisierungsmuster auf Goldsalze vorliegen
  • bei dem einen Zwilling (=blaue Balken) ist durch die Goldfüllungen (Au) eine weitaus stärkere Sensibilisierung eingetreten.

Zur bioenergetischen Testung von Dentalmaterialien unter Einbeziehung des Konstitutionstyps des Patienten siehe Lechner,J.: "Störfelddiagnostik, Medikamenten- und Materialtest Teil II". Info und Bestellung unter www.dr-lechner.de (Rubrik: Publikationen).

Mit der LTT-Methode wurden vom Labor Bieger, München (www.milab.de) über 1000 Personen untersucht, bei denen klinisch der Verdacht auf eine Hypersensibilisierung gegenüber Zahnersatzmaterialien bestand. Überraschend auffällig ist das zweithäufigste Allergen Gold (12 Prozent), noch vor Quecksilber (10 Prozent) und Palladium (6 Prozent).

 
Download:

"Was sagt die Wissenschaft zur Toxizität und immunologischen Wirkung von Goldlegierungen?"

 

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