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2.
Liegt eine Zahnmetall-Belastung vor?
2.1
Teste auf Metall-Toxizität
2.2 Teste auf Metall-Sensibilisierung
2.3 Bioenergetische Hinweise auf
Metall-Belastung
2.4 "Es ist nicht alles Gold was
glänzt"
2.1
Teste auf chronisch unterschwellige Metall-Toxizität
Der
DMPS-Urin-Belastungstest zeigt wieviel Quecksilber
im Gewebe gebunden ist. DMPS ist nach Literaturangaben
ein harmloses Mittel, das mit Metallen leicht Komplexe
bildet, die dann über Niere und Darm ausgeschieden
werden. Je mehr Quecksilber durch die DMPS-Injektion
im Urin ausgeschieden wird, desto höher ist die
Belastung, die im Gewebe vorliegt. Zur Durchführung
des DMPS-Belastungstestes
siehe www.dr-lechner.de
- Rubrik: Publikationen --> Bücher --> "Störfelder
im Trigeminusbereich":
Grenzen
des DMPS-Tests sind:
- Der
DMPS-Belastungstest gibt lediglich eine Aussage über
die Höhe der Quecksilberbelastung, also über
eine mengengebundene Aussage.
- Wie
stark der Einzelne dieses Quecksilber als toxisch
und belastend empfindet, sagt der DMPS-Belastungstest
nicht aus.
- Grundsätzlich
können aber auch minimale Mengen von Quecksilber
auf das Immunsystem im Sinne einer Sensibilisierung
belastend wirken (siehe Kapitel 2.2)
- Hinweis:
Obwohl DMPS nach Literaturhinweisen an sich ein gut
verträgliches Mittel zu sein scheint, kann die
schlagartig mobiliserte Schwermetallmenge - insbesondere
bei Amalgam - das Regulationssystem vorsensibilisierter
Patienten sehr stark belasten. Es kann dann zu
unerwünschten Nebenwirkungen kommen.
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2.2
Teste auf Metallsensibilisierung
2.2.1
Der Epikutantest
Die
klassische Nachweisreaktion einer Überempfindlichkeit
ist der Epikutantest: Das Testreagenz wird auf
die Haut aufgebracht und das Ergebnis nach 72 Stunden
abgelesen. Kritisch werden seine eingeschränkte
Reproduzierbarkeit und die Subjektivität der Bewertung
beurteilt. Ein eindeutig positiver Epikutantest erübrigt
aber weitere Testmethoden.
- Beim
Epikutantest können durch den direkten Kontakt
mit dem Allergen vorhandene Sensibilisierung verstärkt
werden.
- Dies
ist der Grund für die Empfehlung, diesen Test
nicht bei Symptomen von Unverträglichkeit von
Zahnersatzmaterialien anzuwenden.
2.2.2
Der Lymphozytentransformations-Test (LTT)
Der
LTT ist aus der immunologischen Grundlagenforschung
seit langem bekannt und wird zur Abklärung von
Arzneimittelallergien vom Gesetzgeber vor der Zulassung
verpflichtend eingesetzt.
Beim
LTT werden die aus dem Patientenblut isolierten Lymphozyten
mit dem jeweiligen Metallsalz über mehrere Tage
zugesetzt. Durch den Einbau isotopenmarkierter Nukleotide
kann die Reaktion der Zellen auf das zugesetzte Metall
erfaßt und quantitativ gemessen werden.
Die Proben werden automatisch gemessen und statistisch
bearbeitet. Die Objektivität ist in jeder Phase
der Methode gewährleistet.
- Da
es sich um eine Labortechnik handelt, entfällt
die Möglichkeit der Sensibilisierung - wie beim
Epikutan-Test - durch den Test selbst.
- Jedoch
ist es auch mittels LTT nicht möglich, eine sich
entwickelnde Typ-IV-Allergie nach der Versorgung
mit Zahnersatzmaterial vorherzusagen.
Beispiel
eines LTT-Tests mit hohem Sensibilisierungsindex auf
Zahngold:

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2.3
Bioenergetische Hinweise auf Metall-Belastung
Der
dritte mögliche Bereich der Verträglichkeitsteste
sind die bioenergetischen Testverfahren. Zu diesen Testen
ist deutlich zu sagen, dass diese
- nur
situationsbedingte und augenblicksgebundene Aussagen
liefern können; eine Aussage über die Langzeitverträglichkeit
- d.h. über die Reaktion des Immunsystems auf
Dauerexposition mit dem untersuchten Material können
diese Teste keine verlässliche Aussage geben.
- Diese
Teste können aber eine Aussage über die
Verträglichkeit von im Mund befindlichen Materialien
relativ gut treffen.
- Diese
Teste sind nur tauglich zur individuellen Entscheidungsfindung
im interindividuellen Verhältnis zwischen Tester
und Patient. Sie können augenblicklich nur als
Ersatz für mangelnde andere Testverfahren gesehen
werden, um eine anderweitig nicht zu klärende
Situation soweit wie möglich in der Entscheidungsfindung
zu unterstützen.
Es
gibt verschiedenste Verfahren; einen Überblick
finden Sie unter www.dr-lechner.de
(Rubrik: Patienten-Info --> Bioenergetische Störfeldtest)
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2.4
Es ist nicht alles Gold was glänzt
Lechner
weist bereits 1993 (erste Auflage) und 1998 (zweite
Auflage) in dem Buch "Herd, Regulation und Information"
(Buch-Bestellung unter www.dr-lechner.de
(Rubrik: Publikationen) auf die immunmodulierende Wirkung
von hochwertigen Goldlegierungen hin.
Die
Empfindlichkeit (Suszeptibilitätstyp) wird vererbt.
Der einer Goldsensibilisierung zugrunde liegende Pathomechanismus
ist die Reaktion spezifischer Zellen mit körpereigenen
Antigenen die durch Gold-Bindung in ihrer Antigenität
verändert werden ("Neoantigene, Cryptische
Peptide"/Sinigaglia 1994).
Der Reaktionsmodus von Gold zeichnet sich insofern aus,
als das Metall mit Peptiden selbst reagieren und so
die Bildung Gold-spezifischer T-Zellen induzieren
kann. Auch für Chrom, Silber, Palladium, Platin
oder Chrom (Hultman, 1994; Griem 1996)
liegen Ergebnisse vor, nach denen die Sensibilisierung
nach Metallexposition genetisch über einen Zelloberflächen-Komplex
kontrolliert ist.
Die
erbliche Komponente der Metall-Empfindlichkeit zeigt
Stejskal in einer LTT-MELISA-Testung bei 46jährigen
weiblichen eineiigen Zwillingen. Eine hat Goldfüllungen
im Mund, die andere nicht.

Dieses
Diagramm zeigt, dass
- bei
beiden Zwillingen identische vererbte Sensibilisierungsmuster
auf Goldsalze vorliegen
- bei
dem einen Zwilling (=blaue Balken) ist durch die
Goldfüllungen (Au) eine weitaus stärkere
Sensibilisierung eingetreten.
Zur
bioenergetischen Testung von Dentalmaterialien unter
Einbeziehung des Konstitutionstyps des Patienten siehe
Lechner,J.: "Störfelddiagnostik, Medikamenten-
und Materialtest Teil II". Info und Bestellung
unter www.dr-lechner.de
(Rubrik: Publikationen).
Mit
der LTT-Methode wurden vom Labor Bieger, München
(www.milab.de)
über 1000 Personen untersucht, bei denen klinisch
der Verdacht auf eine Hypersensibilisierung gegenüber
Zahnersatzmaterialien bestand. Überraschend auffällig
ist das zweithäufigste Allergen Gold (12 Prozent),
noch vor Quecksilber (10 Prozent) und Palladium (6 Prozent).

Download:
"Was
sagt die Wissenschaft zur Toxizität und immunologischen
Wirkung von Goldlegierungen?"
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