1. Zahnmetalle: Warum ein Problem?
 2. Liegt eine Zahnmetall-Belastung vor?
 3. Krankheiten und Metalle
 4. Was tun mit Zahnmetallen?
 
 

3. Krankheiten und Metalle

3.1 Neurotransmitter und toxische Zahnmetalle
3.2 Blut-Hirn-Schranke und toxische Zahnmetalle
3.3 Zytokine/Interleukine und toxische Zahnmetalle


3. Krankheiten und Metalle:
Biologische Schlüsselfunktionen und Zahnmetalle

Wie äussert sich eine mögliche Belastung durch Zahnmetalle?
Klinisch äussert sich eine solche Sensibilisierung in wenigen Fällen mit:

  • Kontaktekzemen
  • Lichen planus
  • Metallgeschmack und Mundbrennen.

Typisch sind dagegen uncharakteristische Beschwerden wie:

  • Müdigkeit und Adynamie
  • Migräne, Nervenschmerzen und Sensibilitätsstörungen
  • Gelenksschmerzen
  • Gedächtnisschwierigkeiten und psychische Syndrome
  • Schleimhautentzündungen von Augen und Nebenhöhlen
  • immer wiederkehrende Infekte.

Bei längerer chronischer Immunstimulation durch Metalle kann es später zur Entstehung von echten Autoimmunerkrankungen kommen, wie:

  • systemische Sklerodermie
  • rheumatoide Arthritis
  • Glomerulonephritis (nierenerkrankungen)
  • multiple Sklerose (MS-Syndrom)
  • Parkinson-Syndrom

Die merkwürdige Vielfalt an Symptomen entsteht deshalb, weil Zahnmetalle
wichtige biologische Schlüsselfunktionen besetzen,
nämlich:


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3.1 Neurotransmitter und toxische Zahnmetalle

Was machen Neurotransmitter?

Neurotransmitter sind die chemischen Vermittler von Nervimpulsen im Gehirn und in jeder Nervleitung. Neurotransmitter bestehen aus Aminosäuren. Diese sind reich an SH-Gruppen und binden daher leicht Zahnmetalle (siehe Kapitel 1). Die bekannteste Neurotransmitter-Störung ist die Parkinson-Krankheit.
Parkinson-Syndrome haben ähnliche Auswirkungen und können über o.g. Wirkungsmechanismen mit Zahnmetallen in Zusammenhang gebracht werden.

Mögliche toxische Beeinflussungen der Neurotransmitter:

  • Toxine binden an Autorezeptoren und blockieren deren inhibitorische Wirkung auf die Neurotransmitterfreisetzung.
  • Toxine binden an postsynaptische Rezeptoren und aktivieren sie oder steigern die Wirkung der Neurotransmitter.
  • Toxine blockieren die Deaktivierung der Neurotransmitter durch Blockade des Abbaus oder der Wiederaufnahme
  • Die Synthese des Neurotransmitters wird blockiert durch Zerstörung synthetisierender Enzyme.
  • Toxine blockieren die Freisetzung der Transmitter aus dem präsynaptischen Neuron.
  • Toxine aktivieren Autorezeptoren und hemmen die Freisetzung der Transmitter.
  • Toxine wirken als Rezeptorenblocker, binden an die postsynaptischen Rezeptoren und blockieren sie für die Neurotransmitterwirkung.


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3.2 Blut-Hirn-Schranke und toxische Zahnmetalle

Warum ist die Blut-Hirn-Schranke wichtig?

Im Jahre 1885 entdeckte der deutsche Biologe Paul Ehrlich, daß Farbstofe in die Blutbahn injiziert, alle Körpergewebe anfärbten, mit Ausnahme des Gehirns. Es existiert also im Bereich des Zentralnervensystems eine

  • selektive physiologische Barriere, die Blut-Hirn-Schranke.

Die Blut-Hirn- Schranke (BHS) ist eine Zellschicht zum Schutz des Gehirns vor schädigenden Stoffen aus dem Blutkreislauf. Sauerstoff und wichtige Nahrungsbestandteile lässt sie durch. Kohlendioxid und Abfallprodukte wehrt sie ab.

Diese Barriere verhindert, dass Gifte, Medikamente und andere gefährliche
Substanzen in das Gehirn eindringen können.

Aufgrund ihrer Lipophilie passieren die ionisierten Zahnmetalle die Blut-Hirn-Schranke leicht. In der ionisierten Form diffundieren die Metalle kaum mehr zurück. Dadurch kommt es langfristig auch im Niedrigdosisbereich zu erheblicher Kumulierung.

Quecksilberdampf wird kontinuierlich aus Amalgamfüllungen freigesetzt und passiert die Blut-Hirn-Schranke rasch. Innerhalb des Gehirns wird es zu anorganischem Quecksilber oxidiert.

  • Während die Halbwertszeit von Quecksilberdampf im Blut kurz ist, kann sie im Gehirn 20 Jahre und mehr betragen.
  • Quecksilber konnte bei der Autopsie in Nervenzellen noch 16 Jahre nach der Exposition nachgewiesen werden (Hargreaves RJ et al.: Persistent mercury in nerve ce"s 16 years after metal- lic mercury poisoning. Neuropathol Appl Neurobiol14 (1988) 443-452)

Aufgrund ihrer Lipophilie passieren die ionisierten Metalle
leicht die Blut-Hirn-Schranke

Download:

"Was sagt die Wissenschaft zur Schädigung der Blut-Hirn-Schranke durch Zahnmetalle?


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3.3 Zytokine/Interleukine und toxische Zahnmetalle

Was machen Zytokine und Interleukine?

Das reibungslose Zusammenwirken aller Prozesse im Organismus erfordert eine gut funktionierende Kommunikationsbasis. Diese höchst komplexe Kommunikation findet u.a. über Zytokine und Interleukine statt:

  • Zytokine vermitteln eine indirekte Kommunikation als Form von Botenstoffen, die wiederum anderen Rezeptoren angebunden werden.

Verschiedene Enzyme (Hydrolaseenzyme) beeinflussen die Zytokine, die von den Zellen freigesetzt werden, über:

  • Inaktivierung oder Aufspaltung dieser Zytokine
  • Aktivierung der zytokinen Rezeptoren
  • Gegensteuern einer Überschußproduktion von Zytokinen

Die mögliche immunmodulierende Wirkung von Zahnmetallen beruht auf ihrer Fähigkeit,

  • grundsätzlich Enzyme zu hemmen (siehe Kapitel 1)
  • durch ein Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Zytokinen/Interleukinen autoimmune Reaktionen zu fördern und
  • dadurch Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Antigene auszulösen:

Das Potential der Schwermetalle Autoantikörper zu induzieren, wurde in Tiermodellen untersucht: El-Fawal und Mitarbeiter berichteten über die Ergebnisse immunologischer Untersuchungen an metallexponierten Versuchstieren. Antikörper gegen

  • Strukturproteine des Nervensystems,
  • Neurofilamente und
  • Strukturen der Nervenscheiden (myelin basic protein=MBP)

waren in den Seren der Versuchstiere häufig nachweisbar, die durch Blei und Quecksilber belastet wurden. Metallexponierte Ratten zeigten histologische Veränderungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie eine Astrogliose.

Goldsalze, Quecksilber, Platin und Aluminium können die antigenspezifische IgE-vermittelte Immunantwort intensivieren und verlängern. (Nakagawa T et al.: Effect of gold salts on the IgE immune response in mice. Ann Allergy 40 (1978) 272-275)
Die Wirkungen von Titan auf Zytokine/Interleukine diskutiert eine Publikation von Dr. J.Lechner: "Verträglichkeit von Titan-Implantaten" www.dr-lechner.de oder www.zirconium-implants.com (Rubrik: Veröffentlichungen).

Bioenergetisch lassen sich Neurotransmitter, Zytokine und Interleukine sowie die Blut-Hirn-Schranke mit dem SkaSys® Testsystem testen (www.skasys.de)

Genauere Ausführungen zum Thema: "Neurotransmitter", "Blut-Hirn-Schranke" und " Zytokin- und Interleukindefiniertes Immunprofil" finden Sie in dem Buch: J.Lechner, Störfelddiagnostik, Medikamenten- und Materialtest, Teil 2: Das SkaSys® Testsystem; Bestellungen unter www.dr-lechner.de.

 
   
 

Zum Thema Zahnmetalle
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